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Ein bisschen was von allem, bitte!

 

Stell dir mal vor du sitzt im Restaurant und sollst dir etwas zu essen bestellen, kannst dich aber nicht entscheiden. Also nimmst du von allem etwas. 

 

Problem Nr. 1

Der Teller ist zu klein für all die leckeren Sachen.

 

Problem Nr. 2: 

 Stapeln ist zwecklos, denn man verliert sehr leicht den Überblick und weiß nicht mehr wo man anfangen bzw aufhören soll.

 

Problem Nr. 3:

 Der Geschmack ist nicht der selbe. Schmeißt man alles zusammen, schmeckt am Ende alles nur noch halb so gut oder gar nicht mehr.Das süße wird auf einmal herb und das herbe süß. Man kann nicht mehr unterscheiden ob es gut oder schlecht schmeckt und könnte dann plötzlich etwas nicht mehr wollen, weil man den wahren Geschmack nicht erkennt.

 

Problem Nr. 4:

Man hat 20 Min. Zeit bis das Sättigungsgefühl eintritt. Zu wenig Zeit für viel zu viel Essen. Man kann die Dinge gar nicht zu schätzen wissen, weil man sich nicht die notwendige Zeit dafür nimmt oder gar nehmen kann. 

 

Diese Situation kann man sehr gut auf das Leben übertragen und den Druck den wir und natürlich die Gesellschaft auf uns ausüben. 

 

Ich bin 25. Fühlt sich an als müsste ich alles schon erreicht haben. Woher kommt nur diese Einstellung?

 

Ich hätte gerne schon mein Studium beendet, während ich umgeben von meinem cholerischen Chef und meiner konkurrenzkranken Vorgesetzten einen 65 -Stunden Job gemacht hab, ein Haus, eine Hochzeit, 5 Katzen, 2 Hunde, 1 Kind, viel Geld, ein Haus in der Toskana, ne Menge Berufserfahrung und natürlich viel Zeit für Reisen, meinen Partner, meine Familie und mich. 

Puh. Und dann kommen die Geister in meinem Kopf die schreien:

 

HALT STOP!

 

Und nach einem kurzen und emotionalen Zusammenknick, sammle ich mich wieder und frage mich "Was möchtest du denn dann den Rest deines Lebens machen, wenn du jetzt schon alles hättest? Hm. Das ist eine hervorragende Frage. Ich komme zu der gleichen Antwort: Eigentlich müsste ich glücklich sein, eigentlich müsste ich doch zufrieden sein, eigentlich.

 

 

 

9.8.16 11:45


Was passiert wenn man zur Ruhe kommt?

Ich will mich weder bemitleiden, noch erwarte ich das von irgendjemandem da draußen. Jeder trägt nun mal sein Päckchen mit sich rum, auch wenn seine Welt noch so perfekt erscheinen mag. Das geht mir immer durch den Kopf wenn ich mir diese Youtuber anschaue. Menschen, deren Leben so unglaublich perfekt aussieht. Aber ich denke, das Wort unglaublich trifft es sehr gut. Denn welches Leben ist das schon. Der Mensch kann sich einreden er sei zufrieden, strebt jedoch - meist -  tief in seinem Inneren nach mehr. Logischerweise.

 

Ich bin auch so ein Mensch. Ich bezeichne mich selbst und meine Familie immer als Nomaden. Aber nicht nur im örtlichen Sinne (ok,das auch - wirklich!) aber vor allem aufgrund der Einstellung, die meine Eltern haben und die sie mir mitgegeben haben. Gib nie auf - du musst weiter machen - man darf nicht stehen bleiben - das Leben ist sinnlos ohne Erfolge. 

 

Grundsätzlich spricht ja nichts dagegen, seinen Kindern mit auf den Weg zu geben, dass das Leben nicht einfach ist und das man etwas dafür tun muss um ein gutes Leben zu haben. Aber wie viel davon ist tatsächlich notwendig? Und was passiert wenn man als einer dieser "Erfolgsnomaden" einmal zur Ruhe kommt? Tja.

 

Ich hatte einen "tollen" Job, den ich auch wirklich gut gemacht habe und meine Zahlen haben für sich gesprochen. Und ich war 23 als ich angefangen habe. Wow, was für ein Gefühl. Doch nach einigen Monaten in diesem Job, habe ich mich verändert. Ich wurde depressiv. Allein das ich es "ausspreche" grenzt an ein Wunder. Denn für mich gab es sowas nie. Was?Depressionen? Und das wegen dem Job? Was für Pfeifen. 

 

Ich konnte nicht mehr schlafen und morgens nicht mehr aufstehen. Ich habe immer geweint, bevor ich in die Arbeit gefahren bin. Ich habe ca. 15 kg zugenommen in der Zeit und geraucht wie ein Schlot. Ich habe sehr viel gearbeitet und immer mehr übernommen. - Na klar immer her damit! Bloß keine Schwäche zeigen. 

 

Nach 2 Jahren habe ich die Reißleine gezogen und bin gegangen.  Ich bin sogar wieder umgezogen um mich komplett von dem Ballast zu befreien. Ich war einen Monat zu Hause bevor ich den neuen Job antrat. Ich kam zur Ruhe. Und dann plötzlich überrannte mich mein ganzes Leben. All das was ich die Jahre über in mir trug. Aber es konnte natürlich nicht zum Vorschein kommen, da ich immer 100% geben musste.

 

Aber jetzt ist es da und ich sag nur eins, es trifft dich härter als du glaubst. Und nach einigen tränenreichen und von Diskussionen und Gesprächen geprägten Wochen, wird es leichter. Man muss es nur zulassen können. Aber es wird besser und man fühlt sich nach und nach so, wie man es sich erhofft hatte. 

 

 

 

 

20.5.16 09:25


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